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Radverkehr spart Zeit: Studie zur Beschleunigung des Radverkehrs

Schnelligkeit und Flexibilität gehören zu den großen Stärken des Fahrrads. Gerade auf kurzen Strecken innerhalb der Stadt ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel. Der Zeitvorteil kommt vor allem durch kurze Zu- und Abgangszeiten und eine direkte Routenführung zustande. Wenn RadfahrerInnen zum Beispiel auch gegen die Einbahn fahren dürfen oder ihr Fahrrad direkt am Eingang abstellen können, erhöht dies die Tür zu Tür-Geschwindigkeit.

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Bei Distanzen bis zu 5km ist das Fahrrad im Stadtverkehr das schnellste Verkehrsmittel – das Pedelec sogar bis zu einer Entfernung von 9km.

Um diesen Zeitvorteil des Fahrrades voll ausspielen zu können, muss eine gute Radinfrastruktur so gestaltet werden, dass zügiges, direktes und flüssiges Radfahren möglich ist. Ein gut ausgebautes Radverkehrsnetz zeichnet sich durch ebene Strecken mit breiten, bevorrangten Radwegen und unterbrechungsfreien Routen aus.

Das Radkompetenz Österreich Mitglied Forschungsgesellschaft Mobilität (FGM) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) eine Sammelstudie zum Faktor Zeit in der Radverkehrsplanung erstellt. Die Publikation bietet einen interessanten Einstieg in das Thema Schnelligkeit und Flüssigkeit im Radverkehr.

Maßnahmen zur Beschleunigung des Radverkehrs fördern Radfahren

Neben Theorien, Daten und Fakten liefert die Publikation auch konkrete Handlungsvorschläge für Städte und Gemeinden, wie diese den Radverkehr flüssiger gestalten und somit das Radfahren fördern können. Veranschaulicht wird dies anhand von nationalen und internationalen Beispielen vorbildhafter Umsetzungen.

Zügig vorankommen mit Fahrrad oder Pedelec: am eRadschnellweg Göttingen

Zügig vorankommen mit Fahrrad oder Pedelec: am eRadschnellweg Göttingen

Allen voran sind hier Radschnellverbindungen zu nennen, die aktuell im internationalen Fokus stehen. Dies sind qualitativ hochwertige, direkt geführte und leistungsstarke Verbindungen zwischen Gemeinden oder innerhalb städtischer Räume. Darüber hinaus werden Maßnahmen rund um Streckenführung, Knotenpunktgestaltung sowie Wegweisung und Orientierung skizziert.

coverDie Broschüre „Der Faktor Zeit im Radverkehr. Daten, Fakten und Maßnahmen zur Beschleunigung des Radverkehrs“ kann kostenlos bestellt oder hier heruntergeladen werden:bmvit (2016): Der Faktor Zeit im Radverkehr. Daten, Fakten und Maßnahmen zur Beschleunigung des Radverkehrs. Wien

 

Fotos: Cycling Embassy of Denmark; Stadt Göttingen/Christoph Mischke

Veröffentlicht am 13. September 2016