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Partnership on Cycling: Transnationale Radverkehrsstrategie in Belgrad

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Auf Initiative von Frankreich, Österreich und der European Cyclists‘ Federation (ECF) wurde im Rahmen des UNECE/WHO Pan-Europäischen Programms Verkehr, Gesundheit, Umwelt (THE PEP – Transport, Health, Environment Pan-European Programme) das „THE PEP Partnership on Cycling“ 2014 eingerichtet. Die Radkompetenzmitglieder BMLFUW und Verracon gestalten als Vertreter Österreichs bzw. als Partnershipmanagement aktiv den transnationalen Prozess.

In einem hochrangig besetzten THE PEP Partnership on Cycling Workshop in Belgrad haben die nationalen RadverkehrskoordinatorInnen aus der Frankreich, Österreich, Slowakei, Tschechien und Ungarn Möglichkeiten zur Erstellung einer nationalen Radstrategie für Serbien diskutiert. Die Ausgangslage stimmt zuversichtlich: sowohl in Belgrad als auch in der Vojvodina haben sich die Entscheidungsträger ambitionierte Ziele gesetzt. So will Belgrad den Radverkehrsanteil in fünf Jahren von 0,7 auf 5 % steigern. Dazu soll u.a. das Radverkehrsnetz mehr als verdoppelt werden.

Diese ambitionierten Ziele sollen nun auch von der nationalen Ebene unterstützt werden. Die zuständigen StaatssekretärInnen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sport haben zugesichert, lokale und regionale Radinitiativen nun auch von nationaler Seite zu fördern. Eine nationale Radstrategie sowie ein/e nationaler RadverkehrskoordinatorIn sollen den Rahmen für die Förderung des Radfahrens bilden. Dabei sollen erstmals die Empfehlungen des pan-Europäischen Masterplans Radfahren zur Anwendung kommen. Der bereits vorliegende Entwurf zielt u.a. auf die Einführung von nationalen Radstrategien in allen 56 THE PEP Mitgliedsstaaten ab und beinhaltet konkrete Handlungsanleitungen für interessierte Staaten.

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Bereits am Vortag fand die offizielle Auftaktveranstaltung für das Interreg Projekt „Transdanube.Pearls“ statt. Mehr als 100 VertreterInnen aus den Bereichen Mobilität und Tourismus diskutierten die Möglichkeiten ein Netzwerk von Destinationen aufzubauen, das sich dem Thema nachhaltige Mobilität verschreiben soll. Dabei steht die Förderung des Radtourismus im Zentrum der Überlegungen. Die Regionen entlang der Donau sehen den Radtourismus als Chance, neue Arbeitsplätze in strukturschwachen und oftmals peripheren Regionen zu schaffen. Das Projekt Transdanube.Pearls wird vom Umweltbundesamt geleitet und vom BMLFUW unterstützt.

Fotos: Wikimedia C0mmons; Verracon GmbH 2017

Veröffentlicht am 13. April 2017