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14 Millionen Euro von EU für Transportradforschung

Die Europäische Union fördert derzeit drei Transportfahrrad-Projekte mit einer Laufzeit von 2018 – 2021. Die drei Projekte der Förderprogramme Horizon 2020 und INTERREG decken so  unterschiedliche Schwerpunkte wie rollendes Stadtmobiliar, Mobilitätskonzepte und Produktentwicklung von Brennstoffzellen ab. In Österreich rollen indessen die „KlimaEntLaster“ durch das niederösterreichische Mostviertel.

Drei Projekte auf EU-Ebene

Das Projekt CityChangerCargoBike (CCCB, ca. 4 Mio. Euro) wird von der Forschungsgesellschaft Mobilität koordiniert und läuft im Horizon 2020 Programm der EU. CCCB vereint 20 Europäische Partner, davon 14 Städte, mit dem Ziel das Transportpotential dieser Räder in Städten sowohl im kommerziellen und als auch privaten Bereich voll auszuschöpfen. Darüber hinaus sollen Transportfahrräder auch teilstationär, als rollende Verkaufsstände und Stadtmobiliar, eingesetzt werden. Dazu entwickelt CCCB innovative Instrumente, zur EU-weiten Nutzung, Verbreitung und Finanzierung von Transportfahrrädern und unterstützt Bestrebungen der Standardisierung. Kontakt: Susanne Wrighton wrighton@fgm.at

Das Projekt CoBiUM (ca. 2 Mio Euro) wird von Växjö Kommun in Schweden koordiniert und läuft im INTERREG Va – South Baltic Programm. Das Projekt zielt darauf ab, Gemeinden im südlichen Ostseeraum dabei zu unterstützen, Transportfahrräder in ihre urbanen Mobilitätskonzepte zu integrieren. Dazu werden innovative und nachhaltige Konzepte ausgearbeitet und getestet. Kontakt: amanda.johansson3@vaxjo.se

Das Projekt Fuel Cell Cargo Pedelecs (FCCP, ca. 8 Mio. Euro) wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert. FCCP forscht an der Entwicklung einer neuartigen Brennstoffzelle für Lastenräder, die pro Cargo-Pedelec 5.5t CO2 einsparen kann. Im Projekt wird das Potential diese Pedelecs untersucht und innovative Logistikkonzepte ausgearbeitet, die den Ansprüchen des modernen urbanen Güterverkehrs gerecht werden. Kontakt: Bjoern.Offermann@dlr.de

Österreichisches Testprojekt „KlimaEntLaster“

Ohne europäische Fördergelder kommt das Leitprojekt „KlimaEntLaster“ der Klima-  und Energie-Modellregionen (KEM) Österreichs aus. Es wird vom Klima- und Energiefonds finanziert, beschränkt sich auf den Bezirk Amstetten und benötigt natürlich nur einen Bruchteil der oben erwähnten Summen. Das einjährige Projekt von „Die Radvokaten“ und „Energy Changes Projektentwicklung“ ist mitten in seiner Umsetzungsphase und bekommt schon jetzt so viel positives Feedback, dass eine bundesweite Fortsetzung im nächsten Jahr sehr wünschenswert wäre. Alle aktuellen Updates dazu finden Sie auf klimaentlaster.at

Veröffentlicht am 28. Juni 2018