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Analyse: Rad erhöht Einzugsgebiet von ÖV-Haltestellen

Wenn die Abstellmöglichkeit stimmt, dann werden sie kommen, die RadlerInnen. Davon ist nicht nur Radkompetenz-Mitglied Innovametall überzeugt. Das Unternehmen hat nun für Wieselburg und Freistadt eine Standortanalyse in Auftrag gegeben, die zeigt, dass das Einzugsgebiet für den öffentlichen Verkehr durch die Attraktivierung des Radverkehrs mehr als verdoppelt werden kann.

„In fünf Minuten zum Bahnhof“ bedeutet zu Fuß je nach Schrittgeschwindigkeit, dass eine Strecke von rund 500 Metern zurückgelegt werden kann. Wenn man zehn Minuten Gehweg auf sich nimmt, dann ist es schon fast ein Kilometer. Mit dem Rad lässt sich in der gleichen Zeit trotz Ampeln und anderen Wartezeiten deutlich mehr Wegstrecke zurücklegen.

Zur Überbrückung der ersten und letzten Meile ist das Fahrrad die beste Wahl. Standortanalysen verdeutlichen, dass sich das Einzugsgebiet einer Haltestelle vervielfacht, wenn die Strecke mit dem Fahrrad zurückgelegt wird. Ausreichend gut ausgestattete Fahrradparkplätze sind Voraussetzung für die Nutzung des Fahrrads als Zubringer zum öffentlichen Verkehr.

Wie die Standortanalyse für Wieselburg verdeutlicht, ist der Anteil der Männer und Frauen, die bereits mit dem Rad den „10-Minuten-Weg“ zur Haltestelle fahren, ähnlich hoch. Meistens sind es erwerbstätige PendlerInnen. Nur bei SeniorInnen ist der Anteil noch sehr gering.

Deshalb setzen immer mehr Städte und Kommunen auf moderne und zukunftstaugliche Verkehrslösungen. Die Stadtgemeinden Freistadt und Wieselburg errichteten kürzlich, im Zuge der Sanierung ihrer hochrangigen Bus- und Bahnstationen, hochwertige überdachte Fahrradparkplätze und diebstahlsichere Safetydock Park- und Verleihboxen. In Wieselburg stehen zusätzlich Safetydock E-Ladesäulen zum Strom tanken zur Verfügung. In Zukunft werden an beiden Standorten E-Bikes und E-Transport-Scooter für den Verleih angeboten.

Fotos: Innovametall

Veröffentlicht am 10. April 2019