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Radroutenkonzept für die Gemeinden rund um Stadt Salzburg

Der Ausbau des Radwegenetzes im Land Salzburg ist ein wesentlicher Bestandteil der Radverkehrsstrategie 2015 bis 2025. Acht Gemeinden im Umland der Stadt Salzburg bekamen im Zuge dessen ein neues Radroutenkonzept. Am Ende des Entstehungsprozesses stehen 70 Maßnahmenvorschläge, die Radkompetenz-Mitglied con.sens mobilitätsdesign mit lokalen Stakeholdern und Partnern entwickelt hat. Zentrale Bedeutung bekommt dabei eine aufgelassene Bahntrasse als Premium-Radweg mit größtmöglicher Qualität.

Das Landesradroutennetz dient dazu, Alltagsradwege zu definieren und mit hoher Qualität auszustatten, damit SalzburgerInnen ihre Wege möglichst schnell und sicher mit dem Fahrrad zurücklegen können. Es basiert dabei auf den regionalen Radroutenkonzepten, die in enger Abstimmung mit den Gemeinden erarbeitet werden. In vielen Teilregionen des Landes Salzburg wurden solche Konzepte bereits erarbeitet bzw. werden gerade erstellt. Die Grundsätze und Kriterien für Landesradrouten sind im Leitbild „Fahr Rad in Salzburg“ enthalten. Primäre Zielgruppe für die Landesradrouten ist der Alltagsverkehr und Synergien mit Freizeit- und touristischem Radverkehr sind dabei zu nützen.

Acht Gemeinden in einem Konzept verbunden

2019 wurde con.sens mobilitätsdesign mit der Erarbeitung eines regionalen Radroutennetzes für folgende Gemeinden in der Umgebung der Stadt Salzburg beauftragt: Großgmain, Wals-Siezenheim, Anthering, Bergheim, Elixhausen, Hallwang, Eugendorf und Plainfeld.

Die Gemeinden Bergheim und Anthering hatten im Vorfeld bereits die Fahrrad-Beratung des Landes in Anspruch genommen. In Anthering wurden die Maßnahmen für das Landesradroutennetz in enger Kooperation mit dem Team von Radkompetenz-Mitglied  komobile Gmunden entwickelt, welches für die Gemeinde parallel eine Fahrrad-Beratung durchgeführt hat.

Um den gesamten Prozess möglichst partizipativ zu gestalten, erfolgte die Festlegung des Zielnetzes und der Maßnahmen bei gemeinsamen Befahrungen und Workshops mit dem Land Salzburg und GemeindevertreterInnen.

Aufgelassene Bahntrasse als Premium-Radweg

Eine wichtige Rolle bei der Verbindung der umliegenden Regionen mit der Stadt Salzburg spielt die alte aufgelassene Ischlerbahntrasse. Nach Einstellung des Bahnbetriebs wurden alternative Nutzungsmöglichkeiten geschaffen. Mittlerweile ist diese Route als Teilabschnitt des Salzkammergut-Radweges ein stark frequentierter Radweg für Alltags- und FreizeitradlerInnen. Aufgrund des hohen Potenzials wurde vorgeschlagen, diese Route als Premium-Radweg mit größtmöglicher Qualität auszustatten. Dies bedeutet eine kontinuierliche Verbreiterung von 2,7 auf mindestens 4,0 m und die Prüfung von möglichen Unterführungen bei stark befahrenen Straßen.

Am Ende des Prozesses wurden insgesamt 70 Maßnahmenvorschläge erarbeitet und in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst. Aktuell wird das Landesradroutennetz für die noch ausstehenden Regionen und Gemeinden in Salzburg erarbeitet. Ziel ist es, das gesamte Landesradroutenkonzept mit Ende 2020 abzuschließen um damit die Gemeinden im gesamten Bundesland über ein lückenloses Radwegenetz zu verbinden.

Text: con.sens mobilitätsdesign, MG

Fotos: Wolfgang Neumaier, Salzkammergutwerbung, con.sens

Veröffentlicht am 8. April 2020