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Testsieger, Auszeichnungen und neue Auftritte

Drei Radkompetenz-Mitglieder können im Juni große Erfolge und starke Auftritte vorweisen: Die Bike Citizens aus Graz wurden von Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) für ihre Forschungstätigkeiten ausgezeichnet. Österreichs führender Radhersteller KTM gewann den E-Bike-Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) klar. Und die Kommunikationsagentur katapult entwickelte den Markenstrategieprozess der Radfahrschule „Schulterblick“ zu einem neuen Kommunikationsauftritt.

FFG Spirit Preis 2020 für Bike Citizens

Radkompetenz-Mitglied Bike Citizens freute sich Anfang Juni über den Besuch von Bundesministerin Leonore Gewessler, die dem jungen Technologieunternehmen gemeinsam mit Klaus Seiner, Geschäftsführer der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, den FFG Spirit Preis 2020 für die zahlreichen Forschungsprojekte der Bike Citizens überreichte. Die Bike Citizens Fahrrad-App ist nicht nur in zahlreichen Städten wie Frankfurt am Main, Stuttgart, der Region Hannover oder Linz und Weiz als offizielle Fahrrad-App im Einsatz, auch die Ministerin selbst nutzt die App für ihre Radfahrten in Wien, verriet sie bei dem Treffen.

Mit Abstand: Klaus Seiner (FFG), Elisabeth Felberbauer (Geschäftsführerin Bike Citizens), Bundesministerin Leonore Gewessler (BMK), Tom Rath (Bike Citizens), Prof. Helmut List, Christian Wind (Bike Citizens)

Die mit der App erhobenen anonymisierten Daten helfen den Städten das Radfahrverhalten zu analysieren und die Verkehrsinfrastruktur zielgerichtet zu optimieren. Neben der Datenerhebung und -Analyse begeisterte sich die Ministerin insbesondere über die Bike Citizens Forschung rund um das Thema Klimaveränderungen und dessen Auswirkungen auf die aktive Mobilität. In diesem Zusammenhang hatte das Radkompetenz-Mitgliedsunternehmen im H2020 Projekt Climate-fit.city gemeinsam mit Joanneum Research ein Modell zur Erhebung und zur Darstellung von Wettersensitivitäten von Radfahrenden entwickelt. Das Ergebnis zeigt, wie sich das Fahrradaufkommen aufgrund von klimatischen Bedingungen verändern könnte.

KTM bei E-Bike Test klar vorne

Die Tester des VKI haben zwölf Pedelecs im Preissegment  zwischen 2.300 und 3.500 Euro auf der Straße, auf unbefestigten Wegen und im Labor einem Test unterzogen. Zusätzlich wurde im Labor eine zusätzliche Unterstützung von 200 Prozent in hügeligem Gelände mit schlechtem Asphalt simuliert. „Unter dieser extremen Belastung hielten die Akkus etwa 50 Kilometer weit durch“, so Christian Kornherr, Leiter des Bereichs Untersuchungen beim VKI. „Im Praxistest zeigte sich, dass die Akkureichweite weit höher liegt. Hier hatten die Akkus für Etappen von 80 bis 100 Kilometern Energie.“

Von den insgesamt zwölf Modellen im Test schnitten vier mit der Note „Gut“ ab. Auf dem ersten Platz lag das 3.000 Euro teure Modell Macina Tour 510 von Radkompetenz-Mitglied KTM. „Das KTM-E-Bike war der klare Testsieger. Es zeichnete sich durch sein gleichmäßiges Fahrverhalten in jeder Lage, sei es bei hohen Geschwindigkeiten, in der Kurve oder auch bergauf, aus. Und der Motor unterstützte gleichmäßig und kraftvoll“, so Unterscuhungsleiter Kornherr über das Rad mit Bosch Performance CX Antrieb.

Generell zeigt sich weiterhin ein starker Trend zum E-Bike-Kauf. Bereits jedes dritte in Österreich verkaufte Rad ist ein E-Bike – Tendenz steigend. KTM-Geschäftsführer Stefan Limbrunner bestätigt das auch für seine Marke, er könne von über 25 % Umsatzsteigerung für heuer ausgehen. Es zeigt sich ganz deutlich, dass E-Bikes die erfolgreichste Form der E-Mobilität sind (ORF):

katapult: Markenstrategie für Radfahrschule

Unter dem Motto „Radfahrkurse fürs echte Leben“ startet Schulterblick – die Radfahrschule nach einem Markenstrategieprozess, den Radkompetenz-Mitglied katapult betreut hat, mit
komplett neuem Kommunikationsauftritt in den Juni. So attraktiv kann Fahrradkommunikation sein!

Der neue Slogan drückt den Praxisbezug der Radfahrschule, die hauptsächlich in Wien, aber auch in Niederösterreich tätig ist, aus. Bei „Schulterblick“ werden Kinder und Jugendliche befähigt, Radfahren im Verkehrsraum kennen zu lernen und zu üben. Der neuen Kommunikationslinie ist ein mehrstufiger Workshop-Prozess unter der Federführung von katapult für nachhaltige Kommunikation vorausgegangen, bei dem der Markenkern und eine umfangreiche Marketingstrategie entwickelt wurden. Dies bildete die Basis für den neuen Slogan, Relaunch des Corporate Designs und der kreativen Übersetzung in den neuen Webauftritt und knappen, aber pointierten 8-seitigen Folder.

„Wir wollten all die Eindrücke, Kompetenzentwicklungen und das Heranreifen vom Kind
zum Verkehrsteilnehmer einfangen und in dem neuen Auftritt lebendig werden lassen. Etwas
für ein nachhaltiges Leben mitzugeben, ist ein wesentliches Anliegen. Mit dem neuen Auftritt
spürt man, wie der Funke überspringt – auch so geht Verkehrswende“, freut sich Michael
Bauer, Geschäftsführer von katapult.

Auch die Radkompetenz-Mitglieder FGM-AMOR in Graz und Radlobby u.a. in Wien und Oberösterreich bieten Radfahrkurse an, letztere unter dem Titel „FahrSicherRad – Die Radfahrschule„.

Fotos: Schulterblick / Tina Herzl; FFG/Harry Schiffer; KTM

Veröffentlicht am 18. Juni 2020