Neue Radland GmbH und Förder-Information in Niederösterreich

Landeshauptfrau

Die Landesregierung Niederösterreichs hat sich hohe Ziele für die Zunahme des Radverkehrs und die dazu nötigen Infrastrukturverbesserungen gesetzt. Als zentrale Anlaufstelle für Bewusstseinsfragen wurde Radkompetenz-Mitglied Radland als „Radland GmbH – Agentur für Aktive Mobilität“ auf eigene Beine gestellt. Sie wird nun von der neuen Radbeauftragten für Niederösterreich, Susanna Hauptmann, als Geschäftsführerin geleitet. Wichtiger Bestandteil der Maßnahmen in Niederösterreich sind Förderungen für Gemeinden in Potenzialregionen. Wir erklären kurz das Fördersystem für Gemeinden.

Förderprogramm Radbasisnetze in Niederösterreich

Die Richtlinie des Landes Niederösterreich zur Förderung von Radverkehrsanlagen in Kraft getreten, welche sich in zwei Förderschienen untergliedert: Förderschiene A und Förderschiene B. Der Zuteilung zu diesen Förderschienen liegt die Zuordnung zu Potentialregionen zu Grunde, wie Radkompetenz-Mitglied con.sens mobilitätsdesign hier zusammenfasst. con.sens mobilitätsdesign plant derzeit bereits die Radwege für die Potenzialregion Mödling Nord. In Kürze startet die Bearbeitung der Regionen St. Pölten und Purkersdorf, für die con.sens mobilitätsdesign ebenfalls den Zuschlag bekommen hat. Für die Förderungen wurden auf Grundlage einer landesweiten Analyse das Potential für den Alltagsradverkehr ermittelt. Hierbei wurden Regionen mit flächigem Potential für den Alltagsradverkehr ausgewiesen, in welchen künftig das Rad-Basisnetz der Hauptrouten und die Radschnellwege geplant und errichtet werden sollen.

Insgesamt wurden 37 Potentialregionen definiert, für die in den kommenden Jahren Radverkehrsnetze konzipiert werden sollen. Für Gemeinden innerhalb einer dieser 37 Potentialregion kommt die Förderschiene A zum Tragen, für Gemeinden außerhalb kommt die Förderschiene B (ländliche Erschließung) zur Anwendung. Wir übernehmen zwischen 60 und 80 Prozent der Kosten, die Gemeinden für die Errichtung von Radwegen tragen müssten.“

Fördergegenstand und Förderhöhe

In Förderschiene A werden Kosten für die Planung und Errichtung von Radschnellwegen bzw. von Maßnahmen im Rad-Basisnetz gefördert. Die Förderhöhe für Radschnellwege beläuft sich auf bis zu 80% der tatsächlichen, förderbaren Investitionskosten. Bei der Errichtung von Maßnahmen im Rad-Basisnetz beträgt die Förderhöhe bis zu 70% der Investitionskosten.

In Förderschiene B werden die Kosten für die Planung und Errichtung von Maßnahmen sowie die Kosten für die Ausarbeitung von Maßnahmenkonzepten für den Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur gefördert. Die Planung und Errichtung von Radverkehrsanlagen und die Erstellung von Maßnahmenkonzepten werden mit bis zu 70% der Kosten gefördert. Für Maßnahmenkonzepte ist jedoch eine maximale Fördersumme von € 20.000 zu beachten.

Mehr Informationen zur neuen Förderrichtlinie finden Sie hier. Direkter Download der Förderrichtlinien hier.

Neue Radland GmbH und Förder-Information in Niederösterreich

1,3 Millionen Euro werden in Traisental-Radweg investiert

Mit einer Gesamtlänge von 111 Kilometern und einer Frequenz von rund 147.000 RadfahrerInnen ist der Traisental-Radweg eine der beliebtesten Radrouten des Mostviertels und eine der insgesamt 10 Hauptradrouten Niederösterreichs. Nun sollen Optimierungsmaßnahmen vorgenommen werden: Das Leitsystem wird erneuert und ergänzt, neue Radwegbrücken in Herzogenburg, Hohenberg und St. Aegyd gebaut und Fahrbahnbeläge inklusive Stützmauern und Absturzsicherungen verbessert. In Summe werden dabei rund 1,3 Millionen Euro investiert, es wird im Rahmen des Förderschwerpunktes Radwegnetz der ecoplus Regionalförderung unterstützt.

Diese Regionalförderung unterstützt Investitionen von Gemeinden, Unternehmen, Vereinen und Initiativen sowie Einzelpersonen, die einen besonderen Beitrag zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung des Landes Niederösterreich leisten. Die Projekte sollen sich durch Nachhaltigkeit, Innovation, regionale Verankerung und Vernetzung auszeichnen, regionale Ressourcen nutzen und Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze in den Regionen schaffen. Informationen zur ecoplus Regionalförderung sind hier zu finden.

Neue Radland GmbH – Agentur für Aktive Mobilität

Frau HauptmannDie Radland GmbH – Agentur für Aktive Mobilität ist für die Umsetzung der aktiven Mobilitätsstrategie verantwortlich. Diese Gesellschaft wird von der neuen Radfahrbeauftragten Susanna Hauptmann geführt und soll neue Initiativen umsetzen. Sie wurde im Mai von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko vorgestellt. Den Zweck der neuen GmbH fasste Niederösterreichs Landeshauptfrau so zusammen: „Zum einen die Errichtung einer zentralen Anlaufstelle, die für ein abgestimmtes Handeln aller Aktivitäten erforderlich ist. Zum anderen wollen wir auch die Sensibilität bei den Gemeindeverantwortlichen und unseren Landsleuten noch weiter schärfen“. Das bekräftigt Susanna Hauptmann (links im Bild): „Wir wollen in erster Linie Gemeinden unterstützen und dann mit Partnern aus der Gesellschaft die Aufmerksamkeit für Themen rund ums Radfahren und zu Fuß gehen steigern.“ Förderungsanfragen für Radverkehrs-Baumaßnahmen laufen direkt über das Land NÖ.

Fotos: Land Niederösterreich

Veröffentlicht am: 23. Mai 2021Kategorien: Förderer & InitiativenSchlagwörter: , ,

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Förderprogramm Radbasisnetze in Niederösterreich

Die Richtlinie des Landes Niederösterreich zur Förderung von Radverkehrsanlagen in Kraft getreten, welche sich in zwei Förderschienen untergliedert: Förderschiene A und Förderschiene B. Der Zuteilung zu diesen Förderschienen liegt die Zuordnung zu Potentialregionen zu Grunde, wie Radkompetenz-Mitglied con.sens mobilitätsdesign hier zusammenfasst. con.sens mobilitätsdesign plant derzeit bereits die Radwege für die Potenzialregion Mödling Nord. In Kürze startet die Bearbeitung der Regionen St. Pölten und Purkersdorf, für die con.sens mobilitätsdesign ebenfalls den Zuschlag bekommen hat. Für die Förderungen wurden auf Grundlage einer landesweiten Analyse das Potential für den Alltagsradverkehr ermittelt. Hierbei wurden Regionen mit flächigem Potential für den Alltagsradverkehr ausgewiesen, in welchen künftig das Rad-Basisnetz der Hauptrouten und die Radschnellwege geplant und errichtet werden sollen.

Insgesamt wurden 37 Potentialregionen definiert, für die in den kommenden Jahren Radverkehrsnetze konzipiert werden sollen. Für Gemeinden innerhalb einer dieser 37 Potentialregion kommt die Förderschiene A zum Tragen, für Gemeinden außerhalb kommt die Förderschiene B (ländliche Erschließung) zur Anwendung. Wir übernehmen zwischen 60 und 80 Prozent der Kosten, die Gemeinden für die Errichtung von Radwegen tragen müssten.“

Fördergegenstand und Förderhöhe

In Förderschiene A werden Kosten für die Planung und Errichtung von Radschnellwegen bzw. von Maßnahmen im Rad-Basisnetz gefördert. Die Förderhöhe für Radschnellwege beläuft sich auf bis zu 80% der tatsächlichen, förderbaren Investitionskosten. Bei der Errichtung von Maßnahmen im Rad-Basisnetz beträgt die Förderhöhe bis zu 70% der Investitionskosten.

In Förderschiene B werden die Kosten für die Planung und Errichtung von Maßnahmen sowie die Kosten für die Ausarbeitung von Maßnahmenkonzepten für den Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur gefördert. Die Planung und Errichtung von Radverkehrsanlagen und die Erstellung von Maßnahmenkonzepten werden mit bis zu 70% der Kosten gefördert. Für Maßnahmenkonzepte ist jedoch eine maximale Fördersumme von € 20.000 zu beachten.

Mehr Informationen zur neuen Förderrichtlinie finden Sie hier. Direkter Download der Förderrichtlinien hier.

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1,3 Millionen Euro werden in Traisental-Radweg investiert

Mit einer Gesamtlänge von 111 Kilometern und einer Frequenz von rund 147.000 RadfahrerInnen ist der Traisental-Radweg eine der beliebtesten Radrouten des Mostviertels und eine der insgesamt 10 Hauptradrouten Niederösterreichs. Nun sollen Optimierungsmaßnahmen vorgenommen werden: Das Leitsystem wird erneuert und ergänzt, neue Radwegbrücken in Herzogenburg, Hohenberg und St. Aegyd gebaut und Fahrbahnbeläge inklusive Stützmauern und Absturzsicherungen verbessert. In Summe werden dabei rund 1,3 Millionen Euro investiert, es wird im Rahmen des Förderschwerpunktes Radwegnetz der ecoplus Regionalförderung unterstützt.

Diese Regionalförderung unterstützt Investitionen von Gemeinden, Unternehmen, Vereinen und Initiativen sowie Einzelpersonen, die einen besonderen Beitrag zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung des Landes Niederösterreich leisten. Die Projekte sollen sich durch Nachhaltigkeit, Innovation, regionale Verankerung und Vernetzung auszeichnen, regionale Ressourcen nutzen und Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze in den Regionen schaffen. Informationen zur ecoplus Regionalförderung sind hier zu finden.

Neue Radland GmbH – Agentur für Aktive Mobilität

Frau HauptmannDie Radland GmbH – Agentur für Aktive Mobilität ist für die Umsetzung der aktiven Mobilitätsstrategie verantwortlich. Diese Gesellschaft wird von der neuen Radfahrbeauftragten Susanna Hauptmann geführt und soll neue Initiativen umsetzen. Sie wurde im Mai von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko vorgestellt. Den Zweck der neuen GmbH fasste Niederösterreichs Landeshauptfrau so zusammen: „Zum einen die Errichtung einer zentralen Anlaufstelle, die für ein abgestimmtes Handeln aller Aktivitäten erforderlich ist. Zum anderen wollen wir auch die Sensibilität bei den Gemeindeverantwortlichen und unseren Landsleuten noch weiter schärfen“. Das bekräftigt Susanna Hauptmann (links im Bild): „Wir wollen in erster Linie Gemeinden unterstützen und dann mit Partnern aus der Gesellschaft die Aufmerksamkeit für Themen rund ums Radfahren und zu Fuß gehen steigern.“ Förderungsanfragen für Radverkehrs-Baumaßnahmen laufen direkt über das Land NÖ.

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