COP26 Klimagipfel in Glasgow: Aufruf an Regierungen

aufschrift

Über 180 internationale Oganisationen weltweit wenden sich auf Initiative des Europäischen Fahrradverbandes ECF in einem offenen Brief  an jene RegierungsvertreterInnen, die beim UN Klimagipfel COP26 in Glasgow teilnehmen. Radkompetenz Österreich ist natürlich mit dabei. Der Aufruf fordert die Verpflichtung ein, die Zahl von radfahrenden Menschen in ihren Ländern erheblich zu erhöhen, um die Klimaziele rasch und effektiv zu erreichen.

Um diese Steigerungen zu ermöglcihen braucht es die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Radverkehr und den nötigen politischen Willen. Denn die CO2-Emissionen des fossilen Kfz-Verkehrs steigen weiter. Der Umstieg auf emissionsfrei betriebene Pkw wird Jahrzehnte dauern und wird andere Probleme wie Staus, Flächenverbrauch, Bodenversiegelung und Bewegungsmangel nicht lösen. Der ECF und seine MitstreiterInnen, zu denen auch Radkompetenz-Mitglied Radlobby Österreich zählt, sind daher der festen Überzeugung, dass die Klimaziele nur mit einer erheblichen Steigerung des Radverkehrs zu erreichen sind.

Internationaler Appell an die Politik

Die Absender und Unterzeichner des offenen Briefes, darunter neben Radkompetenz Österreich auch die Fahrradbotschaften von Dänemark und den Niederlanden, fordern die teilnehmenden Regierungen und Staatchefs der COP26 auf, sich zu lokalen und globalen Maßnahmen zur Steigerung des Radverkehrs zu verpflichten. Vor Ort tritt Bundesministerin Leonore Gewessler für die Klimaanliegen Österreichs ein.

COP26 Klimagipfel in Glasgow: Aufruf an Regierungen

So bekräftigt Jill Warren, Geschäftsführerin des ECF: „Die verheerenden Auswirkungen einer immer schneller werdenden Erderwärmung sollten mittlerweile für jeden klar sein. Ohne eine erhebliche Steigerung des Radverkehrs gibt es jedoch keine realistische Möglichkeit die CO2-Emissionen rasch und massiv genug zu senken, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise zu vermeiden.“

Roland Romano, Sprecher der Radlobby Österreich, weist auf den dringenden politischen Handlungsbedarf hin: „In Österreich haben die Treibhausgas-Emissionen des Sektors Verkehr in den letzten 30 Jahren um 74% zugenommen, eine Trendwende ist nicht erkennbar. Eine maßgebliche Verlagerung vom Kfz- auf den Radverkehr und die Kombination von Fahrrad & öffentlichem Verkehr sind die raschesten Hebel zur Verringerung der CO2-Emmissionen. Die erforderlichen Maßnahmen sind bekannt und finanzielle Mittel vorhanden. Jetzt ist der politische Wille erforderlich, den Straßenraum besser zu verteilen und dem Radverkehr in Gesetzen, Straßengestaltung und Finanzen höhere Priorität einzuräumen. Die Radlobby Österreich fordert die Politik auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene auf, ihre Verantwortung zur Abwendung der Klimakatastrophe wahrzunehmen, indem sie unverzüglich und konsequent handelt.“

Der Dachverband ECF hat Mitglieder in 40 Ländern und ist die größte und bekannteste Fahrradorganisation der Welt. Er setzt sich auf globaler Ebene (Schwerpunkt EU) für den Radverkehr und für die Stärkung der Fahrrad-Organisationen in den europäischen Staaten ein. Radkompetenz-Mitglied Radlobby Österreich ist ECF-Mitglied und tritt auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene für verbesserte Rahmenbedingungen zum Radfahren in Österreich ein. Gesetze, Radinfrastruktur und finanzielle Regelungen sollen das Fahrrad zum attraktiven und vielgenutzten Verkehrsmittel machen.

Der Brief im Original

„The world needs much more cycling if we are to combat climate change. Without quicker and more determined action by governments worldwide to cut transport carbon emissions, we will be dooming present and future generations to a world that is more hostile and much less inhabitable.

This is why we, the undersigned 180 organisations, strongly appeal to all governments and leaders attending the 26th United Nations Climate Change Conference (COP26) in Glasgow to commit to significantly increasing the number of people who cycle in their countries. Weiterlesen …

COP26 Klimagipfel in Glasgow: Aufruf an Regierungen

Ausschnitt der unterzeichnenden Organisationen. Hier Gesamtaufstellung.

Veröffentlicht am: 5. November 2021Kategorien: Förderer & InitiativenSchlagwörter: ,

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Über 180 internationale Oganisationen weltweit wenden sich auf Initiative des Europäischen Fahrradverbandes ECF in einem offenen Brief  an jene RegierungsvertreterInnen, die beim UN Klimagipfel COP26 in Glasgow teilnehmen. Radkompetenz Österreich ist natürlich mit dabei. Der Aufruf fordert die Verpflichtung ein, die Zahl von radfahrenden Menschen in ihren Ländern erheblich zu erhöhen, um die Klimaziele rasch und effektiv zu erreichen.

Um diese Steigerungen zu ermöglcihen braucht es die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Radverkehr und den nötigen politischen Willen. Denn die CO2-Emissionen des fossilen Kfz-Verkehrs steigen weiter. Der Umstieg auf emissionsfrei betriebene Pkw wird Jahrzehnte dauern und wird andere Probleme wie Staus, Flächenverbrauch, Bodenversiegelung und Bewegungsmangel nicht lösen. Der ECF und seine MitstreiterInnen, zu denen auch Radkompetenz-Mitglied Radlobby Österreich zählt, sind daher der festen Überzeugung, dass die Klimaziele nur mit einer erheblichen Steigerung des Radverkehrs zu erreichen sind.

Internationaler Appell an die Politik

Die Absender und Unterzeichner des offenen Briefes, darunter neben Radkompetenz Österreich auch die Fahrradbotschaften von Dänemark und den Niederlanden, fordern die teilnehmenden Regierungen und Staatchefs der COP26 auf, sich zu lokalen und globalen Maßnahmen zur Steigerung des Radverkehrs zu verpflichten. Vor Ort tritt Bundesministerin Leonore Gewessler für die Klimaanliegen Österreichs ein.

COP26 Klimagipfel in Glasgow: Aufruf an Regierungen

So bekräftigt Jill Warren, Geschäftsführerin des ECF: „Die verheerenden Auswirkungen einer immer schneller werdenden Erderwärmung sollten mittlerweile für jeden klar sein. Ohne eine erhebliche Steigerung des Radverkehrs gibt es jedoch keine realistische Möglichkeit die CO2-Emissionen rasch und massiv genug zu senken, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise zu vermeiden.“

Roland Romano, Sprecher der Radlobby Österreich, weist auf den dringenden politischen Handlungsbedarf hin: „In Österreich haben die Treibhausgas-Emissionen des Sektors Verkehr in den letzten 30 Jahren um 74% zugenommen, eine Trendwende ist nicht erkennbar. Eine maßgebliche Verlagerung vom Kfz- auf den Radverkehr und die Kombination von Fahrrad & öffentlichem Verkehr sind die raschesten Hebel zur Verringerung der CO2-Emmissionen. Die erforderlichen Maßnahmen sind bekannt und finanzielle Mittel vorhanden. Jetzt ist der politische Wille erforderlich, den Straßenraum besser zu verteilen und dem Radverkehr in Gesetzen, Straßengestaltung und Finanzen höhere Priorität einzuräumen. Die Radlobby Österreich fordert die Politik auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene auf, ihre Verantwortung zur Abwendung der Klimakatastrophe wahrzunehmen, indem sie unverzüglich und konsequent handelt.“

Der Dachverband ECF hat Mitglieder in 40 Ländern und ist die größte und bekannteste Fahrradorganisation der Welt. Er setzt sich auf globaler Ebene (Schwerpunkt EU) für den Radverkehr und für die Stärkung der Fahrrad-Organisationen in den europäischen Staaten ein. Radkompetenz-Mitglied Radlobby Österreich ist ECF-Mitglied und tritt auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene für verbesserte Rahmenbedingungen zum Radfahren in Österreich ein. Gesetze, Radinfrastruktur und finanzielle Regelungen sollen das Fahrrad zum attraktiven und vielgenutzten Verkehrsmittel machen.

Der Brief im Original

„The world needs much more cycling if we are to combat climate change. Without quicker and more determined action by governments worldwide to cut transport carbon emissions, we will be dooming present and future generations to a world that is more hostile and much less inhabitable.

This is why we, the undersigned 180 organisations, strongly appeal to all governments and leaders attending the 26th United Nations Climate Change Conference (COP26) in Glasgow to commit to significantly increasing the number of people who cycle in their countries. Weiterlesen …

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Ausschnitt der unterzeichnenden Organisationen. Hier Gesamtaufstellung.

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